Ein Jahresrückblick und -ausblick - an annual review and outlook



Es hat zwar bis zum Ende der ersten Jahreswoche 2018 gedauert, bis ich Zeit und Muße hatte, meinen persönlichen und in für den Blog gewohnter Manier sehr ehrlichen Jahresrückblick (in Tagebuchform) niederzuschreiben, aber nun kommt er doch noch. Ein kurzer Ausblick ist ebenfalls dabei.

2017 war ein Jahr, das mir sicherlich durch die offizielle Eröffnung der Black Forest Lodge auch noch in weiter Zukunft als ein besonderes Jahr in Erinnerung bleiben wird. Und als ein bewegtes und intensives Jahr. Während der ersten Monate haben wir mit Hochdruck daran gearbeitet, alle Renovierungsarbeiten vor dem Tag der offenen Tür fertig zu stellen und ein rundum vorzeigbares Haus zu schaffen, was ja zum Glück gelungen ist. Die Eröffnung war ein wunderschöner Tag und ein richtiges Fest. Und danach ging es richtig los …. Allzu viele Gedanken darüber bzw. Vorstellungen davon, wie es mit Gästen im Haus werden würde, hatte ich mir gar nicht gemacht. Dank der ersten, vereinzelten Buchungen im Voraus und des generell regen Interesses an meinem Projekt war ich nie wirklich in Sorge, dass es gar nicht laufen würde. Und bedingt durch den Stress vor der Eröffnung hatte ich auch gar keine Zeit dazu. Ich dachte einfach, „jetzt schauen wir halt mal, wer kommt….“. Einige Leute sagten mir, es würde eine Weile dauern, bis der Betrieb anliefe. Das nahm mir auch in gewisser Weise den Druck und ich schenkte dem Satz Glauben, nachdem ich ihn zum 10. Mal gehört hatte. Es kam ja bekanntlich ein wenig anders, da es von Anfang an so richtig losging (hier mein Bericht über die ersten Wochen als Gastgeberin, welcher immer noch sehr aktuell ist). Das Haus war schon im Juni und Juli recht voll und im August praktisch fast immer fast ganz ausgelastet. Die Gäste kamen durch alle Kanäle (Internet, Freundeskreis, Zeitungsartikel) und von überall her. Und die allermeisten waren wirklich begeistert von der Lodge, der Atmosphäre und den Details, die es überall zu entdecken gibt. Das hat mich immer sehr erfreut, auch wie ich als Gastgeberin wahrgenommen und auf das schöne Haus angesprochen wurde, denn ich erinnere mich nicht, dass ich in meinen früheren Reisezeiten so sehr auf meine Gastgeber eingegangen wäre. Diese ehrliche Begeisterung für das Haus und das Interesse an meiner Geschichte und natürlich das Lob für diesen „mutigen“ Schritt gaben mir immer wieder Energie. Denn der rege Betrieb ohne jegliche Routine hat schnell an meinen Kräften gezehrt. Es ging darum, Abläufe zu etablieren, aber vor allem das Setzen von Grenzen und Festlegen und Kommunizieren von Regeln für das Haus, sowie der Umgang mit schwierigen Gästen waren eine Herausforderung. Als neue Gastgeberin war und bin ich immer noch sehr besorgt um meine Gäste und sehr bemüht, dass sich alle wohlfühlen.

Schon in den letzten Monaten hat sich glücklicherweise spürbar mehr Routine entwickelt und ich habe wichtige Erfahrungen gemacht und gelernt. So ist es mein Ziel für die Zukunft, noch mehr zu delegieren, in einigen Dingen etwas gelassener zu werden und mir einen Alltag mit gewissen Freiräumen und kurzen Auszeiten zu schaffen, in denen ich nach stressigen Zeiten wieder Energie bekomme. Ich möchte dieses Jahr auch nicht weit weg reisen, aber die ein oder andere Wanderung oder einen Ausflug in meiner immer noch recht neuen Heimat unternehmen. Inspirationen und Tipps bekomme ich ja genug durch meine Gäste. Für mein geliebtes Hobby, das Laufen, hatte ich über den Sommer weder Energie noch Zeit übrig (Aber genug Zeit, darüber zu jammern…). Gegen Jahresende wurde es wieder etwas besser und seitdem geht es mir auch wieder besser. So hoffe ich, das Laufen in meinen Alltag integrieren zu können und 2018 an der ein oder anderen Laufveranstaltung in der Umgebung teilnehmen zu können.

Dennoch, trotz des angesprochenen Stresses und auch einer gewissen Überforderung durch den Ansturm direkt nach der Eröffnung überwiegt das Positive eindeutig. Ich denke dieses Jahr definitiv an so viele wunderbare Begegnungen, tolle Gespräche und lustige Abende zurück. Und das alles im eigenen Haus, im kleinen Igelsberg, wo so viele Leute aus der ganzen Welt hinkommen wollten. Das ist etwas ganz Besonderes und wirklich eine Ehre.

Ein altes Haus mit neuem Leben zu füllen, das hat mir von Anfang an gefallen an meinem Leben in Igelsberg. So habe ich viele einmalige Stunden (O-Ton einer Weihnachtskarte) mit Helfern aus dem Freundeskreis verbringen dürfen. Auf einen anderen Aspekt, von dem ich ebenfalls von Anfang an träumte, musste ich etwas länger warten. Schon beim Hauskauf schwebte mir die Idee einer Plattform für verschiedene Veranstaltungen sowie eines Ortes des Austausches vor. Mit der Durchführung von Veranstaltungen ging es erst im letzten Jahr los. Umso schöner war es festzustellen, was es für ein Luxus ist, ein großes Haus mit so vielen Zimmern und Schlafmöglichkeiten zu haben. Es ist schön, Freunde und Bekannte einladen zu können mit dem Wissen, dass immer genug Platz ist und jeder sein eigenes Zimmer hat. So gibt es einen Rückzugsort für meine Gäste (anders als wenn in einer Großstadtwohnung der Besuch auf dem Wohnzimmersofa übernachtet), und gleichzeitig nehmen sie doch an meinem Alltag teil und wir verbringen Zeit zusammen. So habe ich einige Leute aus dem Bekannten-, Freundes- und Familienkreis ganz neu kennen lernen dürfen.

Aber auch allein ein offenes Haus mit genug Raum für ein zusätzliches Wohnzimmer für alle zu haben, bietet viele Möglichkeiten. Zum Beispiel für die Durchführung von Lesungen. Die Garage als Treffpunkt für das Volksliedersingen darf natürlich auch nicht vergessen werden. Die Küchenparty und Kochaktion auf dem alten Herd während des Waldbaden-Wochenendes waren auch ein Highlight. Da Veranstaltungen immer mit zusätzlichem Aufwand verbunden sind und viele Gäste, die hierher kommen auch keine Events, sondern Ruhe und Entspannung suchen, sollen diese nicht ständig stattfinden. Wenn aber Veranstaltungen zu Themen stattfinden, die mich selbst begeistern, dann sehe ich es auch nicht wirklich als Arbeit, sondern mehr als Bereicherung – die richtige Mischung aus normalem Betrieb und ein paar Highlights macht’s.

So sind die ersten Monate dieses Jahres sind bereits mit einigen ausgewählten Veranstaltungen gefüllt: es gibt wieder ein Waldbaden-Wochenende, ein Self-Publishing Seminar, ein Schreibseminar sowie einen ersten Lauftechnik-Workshop. In der Hochsaison ist seminartechnisch nichts geplant, da das Haus für den normalen Betrieb frei bleiben soll. Zum Jahresende hin können wieder Anfragen für Seminare, Workshops etc. gesendet werden.

Ansonsten wurde mir mehrfach gesagt, dass die Fotos von den Zimmern auf der Webseite und den Buchungsportalen nicht ganz so toll sind – in Echt sei alles schöner. So will ich auf jeden Fall die Zimmer von Profis fotografieren lassen und die veröffentlichten Bilder überarbeiten. Es muss nur noch ein günstiger Zeitpunkt zum Fotografieren gefunden werden, da die Zimmer logischerweise nicht besetzt, aber hergerichtet sein sollten. Desweiteren hoffe ich, ein paar andere, angefangene Projekte weiterbringen zu könne. So waren ja verschiedene Streckenbeschriebe mit möglichen Routen zum Joggen bzw. wandern geplant. Drei davon habe ich bereits rekognosziert, auf Papier gebracht und in der Lodge ausgelegt. Jedoch gibt es mindestens sieben weitere Joggingstrecken, mit denen ich das gleiche tun will, sodass die Gäste mehr Auswahl haben. Eine Option wäre, die Routen auch online zur Verfügung zu stellen (ich habe eingesehen, dass ich mit meiner Präferenz für Informationen in Papierformat mittlerweile einer Minderheit angehöre). Ein weiteres Vorhaben stellt das „Projekt Kofferbank“ dar. Während der Renovierungsphase bekam ich Lust, auch mal einen Gegenstand selbst zu bauen und Kofferbänke für die Zimmer schienen ein passender Anlass. Nach dem zweiten Versuch und viel Hilfestellung kam eine passable Kofferbank heraus, die nun im 60ies Zimmer steht. Es kam leider nicht zur Serienproduktion und wenn ich mich dem Projekt nun wieder widme, werde ich wieder ein wenig Rat benötigen. Dennoch, ein paar weitere Kofferbänke würden gut tun und vielleicht packe ich es in diesem Jahr an. Und zuletzt: nachdem ich bereits ein Seminar zum Thema besucht habe (Mitschrieb und Rezept sind vorhanden), würde es Zeit werden, einmal eine richtige Schwarzwälder Kirschtorte zu backen. Diese Gelegenheit sollte sich 2018 irgendwann ergeben! Bei dem Seminar habe ich zum Glück mitgeschrieben und ein Rezept mitbekommen, sodass eigentlich nur mit dem Backen begonnen werden muss.

Eine Frage, die ich von mehreren Leuten gestellt bekommen haben, die Interesse hätten, ein Seminar in Richtung Yoga, Kinesiologie, Entspannung etc. durchzuführen betrifft das Vorhandensein eines geeigneten Seminarraumes. Sprich, ein leerer Raum, in dem auch ein paar Leute auf einmal ihre Yogamatten ausbreiten können. Diesen gibt es leider nicht, und die drei Gemeinschaftsräume der Lodge sind recht klein und vollgestellt. Im Haus gibt es aber noch viel Potential in Form von unausgebauten Räumen wie dem Heustadel. Der Raumausbau wird aber frühestens gegen Ende des Jahres geplant, wenn die Saison gut lief – vielleicht wird es 2019 oder 2020 einen solchen Seminarraum geben - ohne Versprechungen.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass ich auf das Leben in der Lodge hier mit allem drum und dran auch in diesem Jahr sehr gespannt bin. Ich freue mich, die ersten Stammgäste wieder begrüßen zu dürfen (vorgestern hat ein sehr lieber Stammgast nach einem 4-tägigen Aufenthalt hier das Haus leider schon wieder verlassen), aber auch auf viele neue Begegnungen und Erlebnisse. Und ich bin zuversichtlich, mit ein wenig mehr Routine und den besagten kleinen Auszeiten im Alltag für mich das ganze Leben hier noch mehr genießen zu können als im letzten Jahr. Wer noch auf 2017 und auf das Leben in der Lodge anstoßen will, sehr gerne. Die Sektvorräte sind ausreichend und mein Plan, meine immer voller werdende Vorratskammer durch einen Sektempfang an Silvester in der Garage etwas zu räumen ist auch fehlgeschlagen, da ich genau die sechs Flaschen Sekt, die getrunken wurden, am Tag zuvor als Sicherheitsvorrat eingekauft hatte. Sprich, ich mache gerne mal eine Flasche Sekt auf.

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It took me until the end of the first week of 2018 to write a personal (and as usual, an honest) annual review for the past year in a dairy style, but I still made it. And short outlook is included as well. 

2017 will for sure be a year to remember because of the official opening of the Black Forest Lodge. It has been an eventful and intense year. During the first months of the year, we have worked hard in order to finish all renovation works on time and to get a presentable house for the open door day. The opening has been a georgeous day and a real celebration. And afterwards, things really got started... I didn't spend too much time thinking how it would be with guests in the house, neither did I have concrete expectations. Thanks to the first bookings prior to the opening and the generally high interest in my project, I had never been afraid that it wouldn't work out at all. I just thought "let's see who will come..." Many people told me, it would take some time until the business would get going. This took some pressure from me and I believed this sentence having heard it from more than 10 different people. Things proved to be a bit different, as it has been really busy from the start (here my report on the first weeks as a host, which is still relevant). The house has already been pretty full in June and July and has been more or less fully booked during August. The guests have arrived through all channels (internet, circle of friends, newspaper articles) and from everywhere. And most of them have been enthusiastic about the loge, the atmosphere and the details to be discovered all around the place. It was nice to get so much attention as a host and compliments for the beautiful house, as I don't remember having noticed my hosts in that way when I used to travel. This honest enthusiasm for the house and interest in my story gave me energy, what really helped me, as the ongoing business without any routine cost me a lot of energy as well. I needed to establish certain routines, but mainly the setting of limits and communication of rules for the house in front of the guests has been a challenge. As a new host, I have been and still am very worried about my guests and want everybody to feel comfortable in my house. 

There has been a bit more of a routine in the last months and I made important experiences and have learned a few lessons. I aim to delegate more in the future, to become more relaxed in some points and to create an everyday life with some free spaces and timeouts, to get back some energy after stressful days. I don't need to travel far away this year, but I hope to fit in a couple of hikes or excursion through my still relatively new home area. My guests give me more than enough inspiration and recommendations. I didn't have much time and energy for my beloved hobby called running during last summer (but enough time to complain about it...). It has become a bit better again at the end of the year and I have felt much better since then. I therefore hope to integrate running better in my daily life and to participate in some races in the area in 2018.  

Despite the stress and some kind of overload in the first season, the positive memories will prevail. I do remember wonderful encounters, great conversations and joyful evenings. And all this had happened in my house, in the small village of Igelsberg, where people from all over the world wanted to stay. This is something very special and a real honor. 

To fill and old house with new life was something I appreciated from the beginning about my life in Igelsberg. I could spend many unique hours (quote out of a Christmas card) with helpers. I had to wait longer for another aspect: Already before buying the house, I had pictured it as a platform for events and as a place of exchange. It started with the events in the past year. It is a luxury to have such a big house with many rooms and sleeping possibilities. I can invite friends and acquaitances knowing that there is enough space. Every guest can be on his own while living in the Lodge and spending time with me (this is different from having a guest in a small city appartment with only a sleeping couch in the living room). This way, I got to know quite a few friends, aquaintances and family members.

Simply the fact to have an open house with an additional lounge for everybody offers many possibilities. For example for readings. Not to forget the garage as a meeting point for the monthly folk song singing. The kitchen party and the cooking venture on the old stove during the forest bathing weekend were a highlight as well. As events mean some additional work and many guests who come here do not search for an additional adventure or event, but calm and rest, there should not be too much extra stuff going on. But if there's an event to a topic I am enthusiastic about, it's not really work - so there should be a balance between the usual business and a few highlights. 

In the first months of 2018, some events are already planned: there will be another forest bathing weekend, a self publishing seminar, a writing seminar and a first running technique workshop. In the high season, no seminars will take place, but towards the end of this year, you can send requests for seminars, workshops etc. again.

Otherwise, I plan to let some photographers make new and more professional pictures of the rooms. I have been told that the lodge is more beautiful in reality than on the pictures on the booking portals. Further, I hope to make some progress on some projects I have started. An example are the descriptions with running of hiking routes starting from the house - in paper format and maybe online. There are currently 3 but I have at least 7 more routes in mind.  Another projects concerns the suitcase benches. I did my first carpentry experiences constructing such a bench during the renovations. I got there with a lot of help. There is one bench in the 60ies room, but it never came to a serial production. Unfortunately, I can start from the beginning again when I dedicate myself to this project again now as I have forgotten everyhing. But maybe I will  go on with some more benches one day. Last but not least: having participated in a seminar on how to bake a Black Forest cake, it is about time to bake one myself. I plan to do it once this year for my guests.

Finally, I am very much looking forward to the life in the lodge in this year. It is great to welcome the first regular customers (the first such guest has unfortunately already left the lodge again after a stay of four days). I am confident to enjoy everything even more with some more routine and short times off. If you want raise a glass on the lodge life in 2017, just pass by, my champagne provisions are quite abundant.
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